Mehr Konzeption in der Gesundheitsförderung – weniger Aktionismus

Ein Beitrag von Alexander Gimbel
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Der Artikel wurde zuletzt im Mai 2026 fachlich überarbeitet und aktualisiert.

Viele Unternehmen setzen auf einzelne Gesundheitsmaßnahmen ohne klare Strategie. Warum nachhaltige Gesundheitsförderung mehr Konzeption und weniger Aktionismus braucht.

Gesundheitsförderung strategisch gestalten: Mehr Konzept statt Aktionismus

Viele Unternehmen investieren in Gesundheitstage, Rückenkurse oder Workshops zur Stressbewältigung. Häufig fehlen jedoch klare Ziele, Bedarfsanalysen und eine langfristige Strategie. Dadurch entsteht Aktionismus statt nachhaltiger Gesundheitsförderung.

Gesundheitsförderung im Unternehmen kann langfristig nur dann wirksam sein, wenn Maßnahmen strukturiert geplant, auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden abgestimmt und regelmäßig überprüft werden. Genau darum geht es: Gesundheitsförderung strategisch gestalten.

Konzeption in der Gesundheitsförderung: Warum Einzelmaßnahmen oft nicht ausreichen

Gesundheitsthemen gewinnen in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Laut dem Zukunftsinstitut gehört Gesundheit auch in den kommenden Jahren zu den zentralen gesellschaftlichen Megatrends.

In der Praxis dominieren jedoch häufig weiterhin einzelne Maßnahmen wie Gesundheitstage, Rückenkurse oder Workshops zur Stressbewältigung – oftmals ohne konkrete Analyse des tatsächlichen Bedarfs der Mitarbeitenden oder eine langfristige Zielsetzung.

Genau hier liegt die Herausforderung: Gesundheitsförderung strategisch gestalten bedeutet, Gesundheitsmaßnahmen nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).

Gesundheitsförderung im Unternehmen am Arbeitsplatz

Studien zeigen Grenzen klassischer Gesundheitsangebote

Die Annahme dahinter ist nachvollziehbar: Gesunde Mitarbeitende verursachen weniger Fehlzeiten, bleiben langfristig arbeitsfähig und stärken die Produktivität eines Unternehmens. Doch wie wirksam sind klassische Einzelmaßnahmen tatsächlich?

Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich unter anderem eine Studie der Hochschule Fresenius von Prof. Dr. Sabine Hammer zur Mitarbeiterzufriedenheit und zu Krankmeldungen in Facharbeiter- und Serviceberufen.

Weitere Informationen finden Sie hier: „Heute bleibe ich zu Hause“ – Gründe und Lösungsansätze für hohe Krankenstände.

Die wirtschaftlichen Folgen fehlender Konzeption in der Gesundheitsförderung

Unternehmen und Krankenkassen investieren jährlich Milliardenbeträge in Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Gleichzeitig bleiben Fehlzeiten, psychische Belastungen und gesundheitliche Beschwerden auf einem hohen Niveau.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verweist seit Jahren auf die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen von Arbeitsunfähigkeit und krankheitsbedingten Ausfällen.

Typische Herausforderungen in Unternehmen sind dabei:

  • Einzelmaßnahmen ohne langfristige Planung
  • Keine Analyse der tatsächlichen Belastungen
  • Geringe Teilnahmequoten
  • Fehlende Erfolgskontrolle
  • Keine Verbindung zwischen Gesundheitsförderung und Unternehmenskultur

Gesundheitsförderung strategisch gestalten bedeutet deshalb auch, Maßnahmen stärker an den realen Anforderungen der Arbeitswelt und der Lebenswelt der Mitarbeitenden auszurichten.

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Gesundheitsförderung strategisch gestalten: Unser Ansatz

Die Lösung liegt nicht darin, Gesundheitsförderung infrage zu stellen. Vielmehr braucht es einen Wechsel von unkoordinierten Einzelaktivitäten hin zu einem strukturierten Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Wichtige Fragen dabei sind:

  • Wo steht das Unternehmen aktuell?
  • Welche gesundheitlichen Herausforderungen bestehen?
  • Welche Ziele sollen erreicht werden?
  • Welche Maßnahmen sind sinnvoll und wirksam?
  • Wie lässt sich die Wirkung überprüfen?

Ein nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement orientiert sich nicht nur an einzelnen Gesundheitsaktionen, sondern an der langfristigen Förderung von Gesundheit, Arbeitsfähigkeit und Gesundheitskompetenz.

Unsere These lautet deshalb:

„Betriebliches Gesundheitsmanagement der Zukunft muss sich stärker an der sich verändernden Arbeitswelt orientieren und die Lebenswelt der Mitarbeitenden stärker in den Fokus nehmen.“

Wir nennen diesen Ansatz Betriebliches KörperManagement.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Was ist der Unterschied zwischen BGM und BGF?

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) beschreibt den strategischen Rahmen eines Unternehmens zur Förderung von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) umfasst dagegen konkrete Maßnahmen wie Workshops, Vorträge, Gesundheitstage oder Coachings.

Nachhaltige Gesundheitsförderung entsteht häufig erst dann, wenn BGF-Maßnahmen sinnvoll in ein übergeordnetes BGM eingebunden werden.

Warum sollten Unternehmen Gesundheitsförderung strategisch gestalten?

Strategisch geplante Gesundheitsförderung kann Unternehmen dabei unterstützen, Gesundheitskompetenz aufzubauen, Fehlzeiten zu reduzieren, die Arbeitsfähigkeit zu stärken und die Unternehmenskultur positiv zu beeinflussen.

Entscheidend ist dabei, dass Maßnahmen nicht isoliert durchgeführt werden, sondern zu den Zielen und Herausforderungen des Unternehmens passen.

Wie kann Gesundheitsförderung messbar werden?

Gesundheitsförderung kann beispielsweise über Teilnahmequoten, Feedbacks, Mitarbeiterbefragungen, Fehlzeitenanalysen oder diagnostische Verfahren bewertet werden. Dadurch wird sichtbar, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wo Anpassungen notwendig werden.

Sie möchten Gesundheitsförderung strategischer aufbauen und Maßnahmen gezielter auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeitenden abstimmen?

Dann sprechen Sie uns gerne an. Hier können Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

Zum Autor

Ich bin Diplom-Sportökonom (Studium der Sportwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth) und Geschäftsführer der KörperManagement KG (Personal Training und Betriebliche Gesundheitsförderung). Seit über 30 Jahren begleite ich Unternehmen und Privatpersonen in den Bereichen Ergonomie, Bewegung, Stressmanagement, Resilienz, Regeneration sowie Ernährung. Mein Fokus liegt auf praxisnahen, wissenschaftlich fundierten Gesundheitskonzepten zur Stärkung von Arbeitsfähigkeit und Gesundheitskompetenz im Berufsalltag.

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Ich stimme zu und verlange ausdrücklich, dass Sie vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung des Vertrages beginnen. Mir ist bekannt, dass ich dadurch bei Downloadprodukten und digitalen Inhalten mit Beginn der Ausführung des Vertrages und bei Dienstleistungen bei vollständiger Erfüllung des Vertrages mein Widerrufsrecht verliere.

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Für Fitness- und Faszienkurse:

Mir ist bekannt, dass sich dieser Kurs an Erwachsene, bei denen keine Einwände gegen eine körperliche Betätigung sprechen, richtet. Ich bestätige, dass bei mir keine behandlungsbedürftigen Erkrankungen vorliegen bzw. ich diesbezüglich Rücksprache mit meinem Arzt gehalten habe.

Für Autogenes Training:

Mir ist bekannt, dass sich dieser Kurs an Erwachsene, bei denen keine Einwände gegen Autogenes Training sprechen, richtet. Ich bestätige, dass bei mir keine behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen vorliegen bzw. ich diesbezüglich Rücksprache mit meinem Arzt gehalten habe. Mir ist bewusst, dass die Teilnahme am Kurs auf eigene Gefahr erfolgt.